Der Hochzeitsbericht Teil 1
Frisch erholt und braungebrannt sind wir aus dem 38 Grad warmen (heißen) Flitterwochen wieder im kalten, herbstlichen Lüneburg angekommen und nun folgt schon mal der erste Teil des Hochzeitsberichts:
Standesamtliche Trauung am Samstag 7.8.2004
Am Morgen um 9h sind wir von dem an unserer Tür klingelnden Postboten geweckt worden, der ein Päckchen für unsere Nachbarn abgeben wollte.
Na ja, eigentlich hätte ich gerne noch ein Stündchen weitergeschlafen, weil ich ja wüsste, dass es wahrscheinlich ein sehr kurze kommende Nacht werden würde und da kann ein bisschen Vorschlafen nicht schaden.
Schon einmal wach sind wir dann auch aufgestanden- schließlich sollte der Garten für die bevorstehende Party auch noch ein bisschen dekoriert und hübsch gemacht werden (obwohl schon ca drei Wochen vorher damit begonnen worden war), um 13h haben sich Tomys Schwester mit Freund angekündigt und um 15 Uhr sollte die Trauung stattfinden.
Nachdem zuhause alles perfekt und ohne Stress und Hektik mit anziehen, stylen, Einführung der Servicekräfte geklappt hat, waren wir um 14:50 am Standesamt angekommen, wo uns schon unsere Freunde empfangen haben.
Ach, ab da war ich dann doch ein bisschen aufgeregt- schließlich war der langersehnte, erwartete Tag an dem wir heiraten wollten, endlich gekommen. Natürlich war es ein tolles, rührendes Gefühl alle unseren lieben Gäste zu begrüßen (bei dem Gedanken bekommen ich gerade eine Gänsehaut)
Allerdings wurde ich durch den etwas sehr schrägen Standesbeamten schnell aus meiner Euphorie herausgerissen-
Die ganze Trauung dauerte ganze 25 Minuten und davon hat er ca. 10 mim lang erzählt was er alles nicht von uns weiß und die Restliche Zeit hat er ein Gedicht vorgelesen, ja kein Wunder, er hat uns vorher auch noch nie gesehen, wie soll er auch was von wissen, wenn in dem Preis von 250 Euro nicht mal ein persönlicher Besprechungungstermin inbegriffen ist, na wie auch immer, jedenfalls habe ich die grinsenden Gesichter und das getuschel die in meinem Rücken sitzenden Freuden förmlich gespürt.
Nachdem wir uns dann da “Ja Wort” gegeben haben und nach dem fröhlich Beglückwünschen, bei strahlenden Sonnenschein, 27 Grad und stahlblauen Himmel vor dem Standesamt, sind wir alle zusammen zur Party in unseren Garten gefahren.
Da angekommen, wurden wir mit einem Sekt von unseren beiden Servicekräften Katrin und Stefan empfangen.
Nach chillen und grillen und köstlichen Geschichten und Ereinissen, mein Bruder hat unfreiwilliger Weise einen Spaziergang durch unseren Teich gemacht- es war dunkel und er hatte vergessen, das der Teich sich immer noch an der gleichen Stelle befindet… aber nicht schlimm nur lustig- sehr lustig, (es hat sich angehört wie eine “A…bombe” vom 10 Meter Brett ;-)), denn wir hatten ja eine lauwarme Sommernacht- die dann für die letzten Gäste bis 4h morgens andauerte…

Das war so ein gelungenes Fest, dass wir beschlossen haben, jedes Jahr zu dieser Zeit mit allen Freunden, Arbeitskollegen, Bekannten, Partnern und Familie ein Sommer- Gartenfest zu veranstalten…
Die etwas mager ausgefallene Standesamtliche Trauung hat das Gartenfest wet gemacht, das hat schon so großen Spaß gemacht obwohl das eigentliche Ereigniss, der kirchlichen Trauung und der drei Tage Feier dann eine Woche später folgte…
Kommentare
Schreib einen Kommentar